Analogfotografie pur! Die Analog Art Affair 2026 in Köln

Ich hatte mich wirklich darauf gefreut, endlich mal wieder einen ganzen Tag lang Analogfotografie pur zu erleben: auf der Analog Art Affair in Köln. Inzwischen zum zweiten Mal öffnete diese Veranstaltung ihre Pforten, mit Vorträgen, Fotowalks, Ausstellungen und natürlich einer ganzen Menge Messeständen. Sowohl von bekannten Marken und Händlern, aber vor allem auch von ganz vielen Fotograf:innen, die ihre Arbeiten präsentierten.

Abgesehen von der Fortsetzung meines Projektes „Altona 93 Analog“ bin ich derzeit weniger aktiv in der Analogfotografie. Seltener greife ich zur Olympus mju oder zur Leica M7, noch seltener zu meiner Minolta XD7, die ich mir vor drei Jahren in Japan gekauft habe. Obwohl gerade sie so ein schönes Auslösegeräusch hat. Sie fristet ein Stiefmütterchendasein, und das wollte ich ändern. Zumal noch ein halber Kodak Gold 200 eingelegt war, der darauf wartete, endlich voll zu werden. Also war es die Minolta, die mich nach Köln begleitete – zusammen mit einem ganz bestimmten Fotobuch, das natürlich die analoge Fotografie behandelte.

Warum? Weil ich mich mit Thomas verabredet hatte, um eine Live Folge für unseren Podcast „Fotobuch Plauder Ecke“ aufzunehmen, mit dem Thema „Analogfotografie“, etwas Schnack für die Analog Art Affair und der ein oder anderen Überraschung. Dazu demnächst aber mehr, abonniert doch einfach unseren Podcast, den Ihr auf allen üblichen Plattformen findet (falls Ihr noch nicht zu unseren Hörer:innen zählen solltet).

Hier haben wir unsere Podcastfolge aufgenommen. Analog Art Affair Köln in 2026
Hier haben wir unsere Podcastfolge aufgenommen. Analog Art Affair Köln in 2026

Mit einer Live Podcastfolge von Exposure Cologne ging es auch im Vortragsprogramm los. Zwei Vorträge habe ich mir angeschaut, beide waren – wie die ganze Messe – voller Inspiration und Kreativität. Nämlich erstens „Sofortbildkunst hier und heute“ von Sabine Skodda (Deutsche Sofortbildkunst e.V.), die gezeigt hat, was es mit der Instant-Fotografie auf sich hat und vor allem, wie man sie mit Collagen und verschiedenster (händischer) Nachbearbeitung weiter abwandeln kann. Und zweitens die Mittelformatfotografie von Sebastian Bahr im Westen der USA mit dem Titel „Road to the Midwest – Dokumentarfotografie zwischen Landschaft, Struktur und Lebenswirklichkeit“. Tolle Farben, tolle Motive und ganz viel Sehnsucht, die seine Aufnahmen in mir hervorrufen.

Auch die ausstellenden Fotograf:innen haben es mir angetan. Hervorheben möchte ich das Projekt von Jasmin Löffler, die regelmäßig nach Rumänien reist, genauer gesagt nach Siebenbürgen, um dort zu fotografieren – natürlich analog, mit Portra im Mittelformat. Was sie mitbringt, sind Aufnahmen von traditionellen und fast schon verloren geglaubten kulturellen Welten. Der analoge Look passt unfassbar gut zu den irgendwie aus der Zeit gefallenen Motiven.

Ich will da zum einen sofort loslaufen und Projekte fotografieren und zum anderen bestehende Aufnahmen neu ordnen und mit anderen Augen sehen. Ersteres haben wir auch direkt umgesetzt: In einer kleinen Runde sind wir nach der Veranstaltung noch los und haben im schönsten Abendlicht Porträt- und Stilllifefotografie umgesetzt. Im Kleinbild- und im Mittelformat. Die Arbeit mit der mir in die Hand gedrückten Hasselblad hat mich umgehauen. Wie wunderschön sich das Motiv arrangieren lässt und wie herrlich intensiv sie klickt und vibriert, wenn ich den Auslöser drücke. In der Gruppe wechseln wir ständig zwischen vor und hinter der Kamera. Es ist die süchtig machende Mischung aus Quatschen, Kreativsein und Fotografieren.

Womit ich zum wichtigsten Teil der Messe komme: dem persönlichen Austausch. Wie schön war es, bekannte Gesichter wiederzusehen und neue Menschen kennenzulernen. Manchmal nur ein kurzes Hallo und ein kurzes Händeschütteln, manchmal auch ein richtig ausführlicher Schnack, der sogar in einer gemeinsamen, völlig unerwarteten Autofahrt endet. Nein, ich nenne keine Namen. Ihr wisst es schon, wenn Ihr gemeint seid. Habt 1000 Dank für die schönen Begegnungen auf der Analog Art Affair.

So schön wie die ganze Veranstaltung war. Und so rund, dass ich gar nicht viel mehr schreiben möchte. Nur noch ein paar Bilder zeigte und dazu aufrufe: Kommt zur Analog Art Affair 2027, supportet dieses unwahrscheinlich tolle Konzept und seht selbst, was das Team um Ben Hammer auf die Beine gestellt hat.

Ach ja, falls ich es noch nicht angeteasert hatte: mehr zur Analog Art Affair gibt es demnächst in der Fotobuch Plauder Ecke…

Links

Ein paar Aufnahmen habe ich mit der Ricoh GRIII gemacht, vielleicht kommen demnächst noch ein paar Bilder aus der Minolta dazu.

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