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Eine Woche mit der Leica M10-R

Wer sich für Fotografie interessiert, kommt um die Marke Leica nicht herum. Manche schimpfen sie als Arzt- und Anwaltsmarke. Manche beschwören Leica (zurecht) als den Begründer der heutigen Kleinbildfotografie. Andere schreiben den Kameras und den Objektiven einen eigenen Look zu. Fest steht, die Marke ist extrem stark. Und schafft es eine ganz besondere Stellung im Markt der Fotografie zu erreichen. Mich jedenfalls fasziniert sie schon sehr lange. Das markante rote Logo war schon auf unserem heimischen Diaprojektor. Damals in den Achtzigern, als man in der Familie noch Diaabende veranstaltete.

Leica M10-R
Leica M10-R

Eine Leica kauft man sich nicht einfach so. Zumindest nicht, wenn man nicht gerade Lotto-Millionär ist. Mangels Glück im Lottospiel musste ich also auf eine andere Gelegenheit warten. Und weil ich im Herbst 2020 eine Woche mit der Leica Akademie in den italienischen Seealpen unterwegs war, hatte ich nun die Gelegenheit, mir eine Kamera und Objektive von Leica auszuleihen. Denn das ist Teil der Veranstaltungen der Leica Akademie: Die Kameras aus Wetzlar ausgiebig kennenzulernen.

Die Qual der Wahl

Wenn sich Fotobegeisterte eine Leica Ausrüstung ihrer Wahl zusammen stellen dürfen, dann ist das in etwa so wie bei der Entscheidung für ein neues Auto und dessen Ausstattung – freilich ohne Budgetgrenze. Vermutlich würde man stundenlang Modelle vergleichen und in Konfiguratoren Ausstattungsmerkmale ein- und ausbauen, die Motorisierung optimieren und natürlich mehrmals Lackierung und Farbe wechseln.

So in etwa kann man sich meine Gedankenspiele rund um die Leica Kameras und den dazugehörigen Objektiven vorstellen – und zwar schon monatelang vor der Reise. Eines der wichtigsten Kriterien war schließlich das Gewicht der Ausrüstung, da es sich ja um eine einwöchige Wandertour in Bergen handeln sollte. Entweder sollte die Kamera möglichst klein und leicht sein oder die Anzahl der Objektive sehr begrenzt. Und damit bleiben bei Leica im wesentlichen drei (Kleinbildformat-) Systeme. M, SL und Q.

Leica M10-R
Leica M10-R

Eigentlich wäre die Leica Q für diese Reise prädestiniert: Klein, wetterfest und dennoch eine sagenhafte Bildqualität. In der Q2 Variante zusätzlich auch satte 47 Megapixel. Da ich aber bereits mehrere Monate eine Leica Q besessen hatte und diese kenne, war mir das zu wenig “neu” – diese Entscheidung hatte ich schnell getroffen.

Leica M oder Leica SL?

Blieb dann noch die Frage M oder SL? Dazu hatte ich mich Ende August zum Fotohändler meines Vertrauens begeben, ins neue Geschäft von Meister Camera in Hamburg. Und hier darf ich die dortige Beratung einmal mehr hervorheben. Ein Mitarbeiter hat sich ausreichend Zeit genommen, mir mehrere Kameras und Objektive vorzustellen. Ich konnte alles in die Hand nehmen und ausprobieren. Obwohl natürlich klar war, dass ich gar keine Kaufabsichten hatte, sondern einfach eine Beratung für die perfekte Ausleihe benötigte.

Als mir die SL2 mit zwei Objektiven auf den Tisch gestellt wurde, war ich gedanklich schon bei der M. Warum? Alles war zu groß und zu schwer, insbesondere die Objektive erschienen mir völlig unpraktikabel für die Seealpen Reise, bei der letztlich jedes Gramm zählen sollte. Es passte für mich einfach nicht, mehrere Kilo Objektive mitzuschleppen, aber gleichzeitig die 150g leichtere Variante der ISO-Matte einzupacken.

Leica M10-R
Leica M10-R

Damit war die Entscheidung für eine Leica M gefallen. Und natürlich dachte ich, dass ich dann auch die neueste Variante nehmen muss. Also die erst im Juli erschienene Leica M10-R mit dem neuen 40 Megapixel Sensor. Und damit sollte ein kleiner Traum in Erfüllung gehen, denn mit einer neuen M wollte ich schon immer mal fotografieren.

Meine bisherige Leica Erfahrung beschränkte sich auf die schon erwähnte Leica Q und den (geliehenen) Dachbodenfund einer Leica III von 1938, logischerweise einer analogen Kamera, die ich vor ein paar Jahren mehrere Wochen nutzen konnte und damit einige meiner Lieblingsbilder machte.

Die Objektive zur Leica M10-R

Offen war nun noch die Frage nach den passenden Objektiven. Klar war für mich, dass sie erstens möglichst lichtstark sein müssen. Zweitens sollte ein 35mm Objektiv dabei sein, da dies eigentlich meine Standardbrennweite ist, die ich zum Beispiel auch von meiner geliebten Fuji X100V kenne. Da ich – drittens – aus erwähnten Gewichtsgründen nicht mehr als drei Objektive insgesamt mitnehmen wollte, war klar, dass ich die 35mm um je ein Objektiv “unten” (Weitwinkel) und “oben” (Tele) abrunden wollte.

Leica M10-R mit Summilux 21, 35 und 90. Plus Visoflex.
Leica M10-R mit Summilux 21, 35 und 90. Plus Visoflex.

Hier kommt wieder die tolle Beratung von Meister Camera ins Spiel. Ich konnte alle Objektive in die Hand nehmen, alles testen und natürlich auch kräftig fachsimpeln. Und so habe ich mich auf die Dreifaltigkeit aus Leica Summilux-M 1:1,4/21mm ASPH, Leica Summilux-M 1:1,4/35mm ASPH und Leica APO-Summicron-M 1:2/90mm ASPH entschieden. Ergänzt um den elektronischen Aufstecksucher Visoflex und sechs Akkus. Hätte ich das ganze im Neuzustand mir einmal einpacken lassen, wäre ich über 26,000 Euro losgeworden – den Corona 3% Mehrwertsteuerrabatt bereits berücksichtigt.

Die Leica M10-R im Einsatz

Wie schon erwähnt ist die Leica M10-R nun nicht meine erste Leica, aber es ist meine erste M. Obwohl ich Erfahrung im analogen Fotografieren habe und obwohl ich die manuelle Bedienung von meinen Fuji Kameras gewohnt bin, musste ich erst einmal lernen, mit der M klarzukommen.

Ich bin ganz ehrlich, das war für überhaupt nicht einfach. So richtig ernstgenommen habe ich sie nicht, die ganzen Stimmen, dass das mit dem Messsucher nicht so leicht sei. Was soll ich sagen? Ich habe mich angestellt wie ein Honk.

Und weil ich natürlich mit den tollen Summilux Gläsern möglichst offenblendig fotografieren wollte, war ein Großteil der Bilder des ersten Tages schon mal Ausschuss. Einfach nicht korrekt scharfgestellt. Auch mit dem – die schöne Kamera eigentlich verschandelnden – elektronischen Aufstecksucher Visoflex war es wie verhext: Was im Sucher scharf war, war auf dem Display nicht mehr scharf.

Mein Glück, dass ich nicht alleine mit der Kamera war, sondern fünf erfahrene M-Fotografen mit mir dabei waren – auf der angesprochenen Exkursion mit der Leica Akademie. Und so haben wir alle am ersten Tag mit meiner M10-R und verschiedenen Einstellungen experimentiert um sicherzugehen, dass der Messsucher auch richtig justiert, der Dioptrin-Ausgleich nicht verstellt oder sonst nicht ein technisches Problem schuld gewesen war. Wie meistens lag das Problem mal wieder am Anwender, also an mir.

Und dann kam die Lösung – fragt mich nich warum. So seltsam es sich anhört, ich habe einfach die Brille gewechselt. Und auf einmal hat das mit dem Scharfstellen und dem Fotografieren viel besser geklappt. Noch nicht perfekt, aber doch mit deutlich weniger Ausschuss.

Die Leica passt auch hervorragend auf die Sohlen der Wanderschuhe ...
Die Leica passt auch hervorragend auf die Sohlen der Wanderschuhe …

Das Fokus Peaking klappte mit dem Visoflex richtig gut, vergleichbar mit dem Fokus Peaking in meinen Fuji Kameras. Die drei Objektive waren natürlich über alle Zweifel erhaben. Und sie sind im Vergleich zu den Objektiven mit denen ich sonst so arbeite, sehr klein. Dank des Verzichts auf den Autofokus sind auch die 1,4er Linsen völlig klein, so dass ich meistens ein Objektiv noch in der Hosentasche hatte und so quasi immer sehr fleixbel war. Überhaupt hat sich das Leica System aufgrund der geringen Größe sehr gut auf dieser Wanderung geschlagen. Was nur immer wieder überraschend war, ist das hohe Gewicht. Gefühlt hat sich die M10-R irgendwie ähnlich wie eine Fuji X-Pro angefasst – also von der Größe her. Bezogen auf das Gewicht ist der Unterschied allerdings richtig deutlich geworden. Die Leica M10-R kommt auf 660g, das Summilux 35mm 1.4. wiegt noch einmal 320g. Im Paket also ein knappes Kilo. Klein, aber schwer, könnte man also zusammenfassen.

Das Bedienkonzept an sich war für mich von Anfang an sehr vertraut. In die Menüeinstellungen bin ich nur ganz am Anfang und habe dort einige Grundeinstellungen vorgenommen: JPG/RAW, Fokus Peaking, ISO Halbautomatiken. Blende, Zeit und ISO konnte ich prinzipiell über die Rädchen einstellen, dazu die Belichtungskorrektur – also alles “von außen”. Alles am selben Platz, wie es auch bei den Fujis der Fall ist. Es zeigt sich eben deutlich, dass das Bedienkonzept der Fujis bei Leica und den “klassischen” Kameras abgekupfert ist. Wer Fuji X kann, kann auch Leica M – und umgekehrt.

Die Bildqualität der Leica M10-R

Zur Bildqualität muss ich natürlich auch nicht viel sagen. Eigentlich waren die JPGs schon toll – die Farben haben mir von Anfang an gefallen, daher habe ich in der Nachbearbeitung in Lightroom eigentlich fast gar nichts mehr gemacht (das war bei meiner Leica Q anders. Mit den Farben konnte ich mich nie so richtig anfreunden). Das Potential, vor allem auch im Dynamikumfang habe ich indes als enorm eindrucksvoll empfunden. Der Sensor gibt in den Tiefen einfach extrem viel her. Erstaunlich.

Die Möglichkeit des Croppens sind bei den 40 Megapixeln natürlich sensationell. Auch wenn ich prinzipiell schon immer so fotografiere, dass ich nicht mehr beschneiden muss, habe ich das hin und wieder einfach mal gemacht. Nicht weil es nötig war, sondern weil ich es konnte. Und dann gestaunt habe:

Nicht ganz scharf, nicht ganz gerade. Aber auch nicht ganz unspannend. Das Bemerkenswerte an diesem Bild ist aber: Es ist ein Crop aus dem Bild darunter ...
Nicht ganz scharf, nicht ganz gerade. Aber auch nicht ganz unspannend. Das Bemerkenswerte an diesem Bild ist indes: Es ist ein Crop aus dem Bild darunter …
Hier einmal in voller Größe: Das vorherige Bild ist ein Crop aus dieser Aufnahme.
Hier einmal in voller Größe: Das vorherige Bild ist ein Crop aus dieser Aufnahme.

Und so habe ich mich dabei ertappt, wie ich in Lightroom immer mal wieder Bilder dupliziere und sie neu beschneide. Und wie ich – wenn denn die Schärfe es zulässt – richtig weit in die Bilder hineincroppen konnte.

Einziges Manko: die 40 Megapixel sind streng mit mir. Sie verzeihen kaum einen Fehler beim Fokussieren und schon gar nicht in punkto “Verwackeln” – auch das musste ich lernen. Und ich kann nun den vielen Einschätzungen recht geben (siehe u.a. im sehr kontroversen, aber sehr interessanten Beitrag der Messsucherwelt), die an dieser Stelle der Leica M10 einen Vorteilspunkt gegenüber der Leica M10-R geben: Mit der Neuen ist es noch anspruchsvoller geworden, scharf zu fotografieren. Schließlich verzeihen es die 40 Megapixel deutlich weniger als die 24 Megapixel, wenn ich nicht ganz sauber arbeite. Und sind wir ehrlich: Ich brauche keine 40 Megapixel, im Nachhinein hätte mir die Leica M10-P vollkommen ausgereicht. Vermutlich wäre mein Ausschluss geringer gewesen, die Dateigrößen deutlich kleiner und die Akkus hätten auch länger gehalten …

Fotografiere ich mit der Leica M10-R anders?

Stellt sich die Frage, ob ich mit der Leica M10-R nun anders fotografiert habe als mit meinen Fuji Kameras? Habe ich meine Bilder anders aufgenommen? Habe ich weniger fotografiert?

Nun, bei unserer Wanderung hatte ich die Leica in den meisten Fällen einfach um den Hals gehängt. Entweder ich hatte nur das 35er auf der Kamera und habe damit gearbeitet. Oder ich habe das 21er darauf gehabt und das 90er in der Hosentasche bzw. umgekehrt. Letztlich war die Entscheidung, sich auf diese drei Linsen zu beschränken, fast perfekt. In einer Fuji Welt hätte ich noch ein Tele Zoom eingepackt, um die Steinböcke oder die Berglandschaften richtig “ranzuholen”. Mangels Option für die M war das aber nicht der Fall. Weitwinklig hätte ich mit den Fujis ähnlich gearbeitet (Samyang 12mm f2 und Fuji XF 16mm f1.4), daher war es “brennweitenmäßig” für mich kein Neuland.

Ungewohnt hingegen, die extremen Offenblenden von f1.4 (21mm und 35mm) und f2 (90mm). Und diese verleiten natürlich dazu, viel mehr offenblendig zu arbeiten und noch viel mehr unscharfe Elemente in den Vordergrund zu nehmen, um den Aufnahmen Tiefe zu verleihen. Und so habe ich mich immer wieder dabei ertappt, noch mehr Vordergründe zu suchen, noch mehr Schärfeverläufe einzubauen und ganz generell mit den verschiedenen Schärfeebenen zu spielen.

Ein Model, das man immer wieder in Szene setzen kann: Die Leica M10-R.
Ein Model, das man immer wieder in Szene setzen kann: Die Leica M10-R.

Und tatsächlich habe ich sehr bewusst fotografiert. Und eigentlich auch etwas weniger als “normal”. Die Leica Kameras und Objektive sind nicht wetterfest; unser Wetter war zumindest gegen Ende der Woche nicht gerade das, was sich solche Kameras wünschen. Also habe ich die Leica immer mal wieder doch in den Rucksack verpackt und eben nicht fotografiert. Oder aber eben die von mir als Reserve noch eingepackte und spritzwassergeschützte X100V genutzt. Und damit habe ich dann doch die größten Unterschiede zur Leica M10-R gemerkt: Die Fuji ist leichter, kleiner und kompakter. Und sie hat mich auch im ärgsten Unwetter perfekt unterstützt, mit dem Autofokus. Und sie hat mich mit einem Klappdisplay und einem eingebauten ND-Filter verwöhnt.

Was sie nicht konnte, ist F1.4. Was sie nicht hat, sind so tolle Gläser (und die Möglichkeit, Objektive zu wechseln). Und wo sie absolut nicht mithalten kann, ist das Fotografieren in der Dunkelheit. Was hier die Leica abgeliefert hat, das ist fantastisch: Dank Kleinbildsensor mit enormem Dynamikumfang in Kombination mit der Lichtstärke habe ich sehr schöne Aufnahmen machen können, wie wir in der Dunkelheit zusammen sitzen, kochen und essen. Mit der Fuji X100V wäre das schlichtweg nicht möglich gewesen.

Fazit

Ich hatte sie “nur” eine Woche dabei. Aber in dieser kurzen Zeit hat sie mich begeistert, sie hat mich regelrecht gepackt.

Ja, es hat mich überrascht, dass sie für “Outdoor” doch so gut geeignet ist. Wer würde schon eine Leica M als die perfekte Kamera für eine Wandertour in widrigen Verhältnissen empfehlen? Eigentlich keiner – so hatte ich mir das gedacht. Und doch ist dafür geeignet, denn die Ratio aus Gewicht und Leistung ist unschlagbar – und sie hatte es in dem von mir erlebten Unwetter bewiesen, dass sie “Outdoor” kann.

Technisch gesehen konnte ich mit den Leica Objektiven das Maximale herausholen. Und ich hatte in der Nachbearbeitung ein unvergleichbares Potential – durch die vielen Megapixel und den Dynamikumfang. Aber hey, ganz ehrlich: Den Großteil der Bilder hätte ich auch mit anderen Kameras machen können, zum Beispiel mit meiner Fuji X Ausrüstung. Aber die Leica M10-R hat mich inspiriert.

Warum das denn? Nun, ich sehe in meinen Bildern die ganz besondere Stimmung der Seealpen-Reise wieder. Die Stille und die Einsamkeit finden sich in meinen Aufnahmen – und genauso habe ich mit der Leica auch fotografiert. Daher ist die Frage auch berechtigt, ob die Bilder die Stimmung widerspiegeln oder ob die Leica sogar die Atmosphäre quasi gesetzt hat. Oder anders gefragt, ganz nach dem Henne-Ei-Prinzip: Hat die Leica die Entschleunigung in den Seealpen einfach gut abgebildet oder war es die Leica, die mich und die soziale Umgebung entschleunigte?

Ganz subjektiv beurteilt zeigen die Bilder aber auch genau das, was eigentlich so schwierig nachzuweisen ist: Sie haben den Leica Look. Diesen besonderen Mix aus Schärfe und Unschärfe. Den ganz eigenen Glow. Eine Tiefe, die viele auch als den “Pop-Effekt” bezeichnen.

Ob dieser Look wirklich auf die Kamera und die Linsen zurückzuführen sind, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht ist es aber auch die Art des Fotografierens, die in diesem Look steckt. Bewusstere Auswahl, mehr Spiel mit der Offenblende, dem Einbau von unscharfen Vordergründen, das Spiel mit den Ebenen. Ich lasse es bewusst offen, aber sicherlich kann diese Art der Fotografie auch auf andere Hersteller übertragen werden.

Und nun?

Werde ich mir also eine Leica M kaufen? Die Antwort lautet: Nein, auf keinen Fall eine M10-R, wenn überhaupt dann ein älteres Modell (fragt mich nicht warum, aber seit langem habe ich mir die M262 als Lieblingsmodell ausgesucht).

Bei aller Liebe zu dieser Fotografie habe ich in dieser Woche jedoch auch gemerkt, wie schwer mir das Fotografieren mit dem Messsucher gefallen ist. Und letztlich ziehe ich auch den Preis zu Rate – auch wenn Leica Fotografen immer darauf hinweisen, dass Preise bei Leica nicht rational zu verargumentieren seien. Eine digitale Leica M10/M10-P/M10-R ist für mich keine Wahl. Sie ist zu teuer.

Entschleunigt und “analog” fotografieren, das kann zumindest ich auch mit den X100 und X-Pro Modellen der Fuji Serie. Ihr wisst, dass mich diese Kameras begeistern und inspirieren. Mir ist auf dieser Tour wieder aufgefallen, wie verwandt die Kameras sind. Der Unterschied liegt aus meiner Sicht vielmehr in den Linsen als in den Gläsern. Da die Objektive ohne Autofokus auskommen, arbeite ich automatisch entschleunigter. Und da sie noch mehr Möglichkeit bei der Freistellung besitzen, kann ich manchmal noch mehr einen bestimmten Look erzeugen. Und das ist die Essenz meiner Erkenntnis.

Würde ich mir heute eine neue Leica Ausrüstung “frei” auswählen können, würde ich mir vermutlich eine Leica SL2 zulegen. Und dazu einen Adapter um die von mir ausgeliehenen M Linsen zu adaptieren. Das Set würde zwar weniger sexy aussehen. Als Brillenträger würde ich mit einem Leica SL2 und dem EVF viel einfacher tun und ich könnte die sensationellen M Linsen auch weiterhin verwenden.

Nun, erstens muss das nicht sein. Und zweitens ist das sowieso Zukunftsmusik. Aber vielleicht teste ich die SL2 Kombination ja einfach bei meiner nächsten Reise mit der Leica Akademie? Oder ich schaue mir das demnächst mal bei Meister Camera an …

Links zum Weiterlesen

Eine Auswahl der Bilder, die ich mit der Leica M10-R in den Seealpen gemacht habe:

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