Endlich ein Voigtländer! Das Nokton 35mm F1.2 für Fuji X

Schon immer wollte ich ein Voigtländer Objektiv für meine Fuji Kameras haben. Ich meine damit keine adaptierte Vollformat Linse, sondern wirklich ein natives, für das Fuji X gerechnetes Voigtländer Objektiv. Viele Jahre sah es nicht danach aus, aber seitdem Fuji seinen Mount für Drittanbieter geöffnet hat, gibt es immer mehr Objektive von namhaften Herstellern wie Tamron oder Tokina. Und jetzt eben endlich auch von Voigtländer.

Die traditionsreiche Marke steht für viele Optiken (und auch Kameras) der Fotogeschichte, aber auch für die Veränderungen in der deutschen Kameraindustrie. Und so ist auch Voigtländer inzwischen eine Marke, die nicht mehr die einst in Braunschweig ansässige Traditionsfirma bezeichnet, sondern (zumindest in Deutschland) der Ringfoto-Gruppe gehört und heute unter dem Dach der United Imaging Group, kurz UIG, zuhause ist. Die UIG war so nett und hat mir ein Exemplar ihres neuen Voigtländer Nokton 35mm F1.2 für das Fuji X System zur Verfügung gestellt.

#Transparenz

Ich hatte mehrere Wochen Zeit, das Objektiv ausgiebig zu testen. Dabei habe ich von UIG keinerlei Vorgaben bekommen, was und wie ich berichte. Und natürlich habe ich kein Geld bekommen für das, was ich schreibe. Ich wollte dieses Objektiv einfach unbedingt mal ausprobieren und bin dankbar, dass ich das völlig unentgeltlich machen konnte. Was also folgt, ist meine objektive Meinung. Natürlich kannst Du dabei zu einem völlig anderen Schluss kommen. Letztlich ist ein bestimmter Look ja auch immer ein ganz individueller Geschmack. Und um den Look wird es bei diesem Erfahrungsbericht (unter anderem) auch gehen. Achtung, es wird also höchst subjektiv!

Warum nochmal ein Voigtländer?

Warum wollte ich dieses Objektiv unbedingt testen? Nun, ich hatte vor Jahren ein Voigtländer Nokton 35mm F1.4 an meiner Sony A7II im Einsatz. Und ich war schwer begeistert von eben diesem Look. Und von den Blendensternen – dafür sind die Voigtländer Objektive ja fast schon berüchtigt. Die Fuji Objektive können das, bis auf ein paar Ausnahmen, eher nicht.

Nicht nur ich war von der Ankündigung des Voigtländer für Fuji angetan. In den Foren wurde immer wieder spekuliert, wann das Objektiv denn kommen würde. Und bis heute scheint die Nachfrage größer zu sein als ich das erwartet hätte. In vielen Online Shops ist das Objektiv diesen Herbst (noch) nicht zu haben. Aber klar, auch die Fotobranche kämpft mit den derzeitigen Lieferschwierigkeiten von Rohmaterialien …

Die große Nachfrage ist das Eine, die bislang fehlenden Reviews und Erfahrungsberichte das Andere. Bis auf ein, zwei YouTube Reviews (dazu später mehr) fällt mir erstmal das Urteil von David Nienhaus ein, sicherlich vielen bekannter als der „Ruhrpoet“. In der Folge 20 des Whats the Story Podcast (hiermit übrigens meine wärmste Hörempfehlung) berichtet er, dass die Kombination X-Pro3 und das Voigtländer Nokton 35mm F1.2 für ihn die perfekte Kombination sei. Als ich das Ende Oktober höre, habe ich das Objektiv seit ein paar Tagen schon im Einsatz – tatsächlich auch an der X-Pro3. Um es vorwegzunehmen, ich kann sein Urteil nachvollziehen. Eine unglaublich tolle Kombination.

Haptik und Ausstattung

Für 649,- Euro UVP bekommst Du das Objektiv mit Front- und Rückdeckel, sowie eine kleine Gegenlichtblende. Bis auf ein paar Papiere findet sich nicht mehr in der Verpackung, was auch völlig ausreicht.

Voigtländer Nokton 35mm F1.2 für Fuji X
Das Voigtländer Nokton 35mm F1.2 für Fuji. Der Karton so groß, das Objektiv so klein. Trotz manueller Bedienung, die X-Pro3 steht beim Moduswahlrad auf S. Und das funktioniert …

Als Erstes fällt natürlich auf, wie klein das Objektiv ist. gerade einmal 196 Gramm bringt es auf die Waage. Es ist nur 4cm lang und auch vom Durchmesser äußerst kompakt (Filterdurchmesser 46mm).

„Natürlich ist es kleiner, es ist ja auch kein Automatikobjektiv“ magst Du einwenden. Aber – und das ist neu – das Objektiv kommuniziert mit der Kamera. Es werden also Kameraeinstellungen wie Blende und Zeit in die EXIF Daten übertragen – was äußerst praktisch ist. Und die Fuji weiß auch automatisch, dass da ein Objektiv an der Kamera sitzt, was keine Automatik hat. Das Fokus Peaking funktioniert mit dem Voigtländer auch im S-Modus, man muss also nicht einmal umschalten. Umgekehrt passiert es mir hier nicht, dass ich nach einem Wechsel zu einem Automatikobjektiv vergesse von M auf S wieder zurück zu stellen. Mal ehrlich: Das ist doch jedem schon mehrmals passiert, der hin und wieder mechanische Objektive verwendet, oder?

Außerdem sprechen wir über eine Offenblende von F1,2. Dafür ist das Objektiv erst recht super kompakt. Und macht an der Fuji X Pro3 viel her. Ihr glaubt nicht, wie häufig ich angesprochen wurde, wie gut diese Kombination doch aussehen würde.

Das Voigtländer Nokton fühlt sich überdies noch richtig gut an. Der Blendenring klickt wunderschön, das Fokussieren macht unheimlich Spaß. Es ist eine ganz eigene Art des Fotografierens. Von der Haptik und dem „Gefühl“ ist es genau das Objektiv, das ich schon immer haben wollte. Perfekt für die X-Pro und X-E Serie. Ich kann es mir auch gut an den zweistelligen X-Ts vorstellen.

Es hat so etwas „analoges“. Ja, ich höre schon wieder die Fraktion, die darüber schimpft, warum man immer wieder die Retro Schienen fahren möchte und früher eben nicht alles besser war. Aber hey, wir reden über das Fuji System mit seinen Rädchen und seinen Anleihen an die Kameras vergangener Zeiten. Da passt doch diese „Analogie“ perfekt, oder etwa nicht?

Look und Qualität des Voigtländer Nokton 35mm

Auf die Bildqualität war ich extrem gespannt. Im Sommer war das erste Review auf YouTube erschienen und da wurde das Objektiv – gelinde gesagt – nur sehr mäßig bewertet. „It makes me wanna scream“ – bezogen auf die Bildqualität von Blende F1,2 bis F2,8.

Aber ich wollte mir ein eigenes Bild machen. Ohne irgendwelche Leistungscharts mit Analysen, wann nun welche Schärfe am Bildrand abfällt. Viel wichtiger und so schön subjektiv: Wie gefällt mir das Bokeh? Wie sieht die Vordergrundunschärfe aus? Wie ist der „Look“? Wie ist die Zeichnung? Und wie sehen die Blendensterne aus?

Voigtländer Nokton 35mm F1.2 für Fuji X
Das Voigtländer Nokton 35mm F1.2 an der Fuji X-Pro3

Nehmen wir das Analytische vorweg. In der Tat sind die Bildresultate bei der Offenblende F1.2 weich. Doch schon bei F1.4 nimmt der Kontrast zu und die Weiche wird allmählich weniger. Aber das war für mich zweitrangig. Die meisten meiner Aufnahmen habe ich trotzdem – oder gerade deswegen – offenblendig gemacht.

Voigtländer Nokton 35mm F1.2 bei F1.2 (links) und F1.4 (rechts): Fokussiert auf das Canon Logo der AE-1

Ich nutze diese „Weiche“ als Feature. Mir gefällt dieser Look unglaublich gut, zum Beispiel in der Kombination mit einer Schwarz-Weiss Entwicklung in Lightroom. In einer Hamburger Bar mache ich einen Schuss aus der Hüfte – fokussiert auf die Zapfhähne. Natürlich mit Offenblende.

Die Kacheln sind unscharf, die Gläser im Regal ebenfalls und auch die Zapfhähne selbst erscheinen nicht ganz klar. Aber – und das ist eben dieser ganz eigene Look – es gibt diesen Glanz, dieses leicht Unperfekte, was vielleicht auch Dich an die Analogfotografie erinnern mag. Und sich unter Anderem in Schwarz-Weiß Aufnahmen toll zeigt.

Voigtländer Nokton 35mm F1.2 für Fuji X
Eine offenblendige Aufnahme in Schwarz-Weiß entwickelt – angelehnt an den Ilford Delta 100.

Mal ehrlich, diese Art der Unschärfe – nein es ist ja scharf. Besser: diese Art des weichen Glanzes könnte ich mir wunderbar in der Hochzeitsfotografie vorstellen. Oder vor allem dann, wenn es um festliche Anlässe geht. Weiche Verläufe, sanfte Bildsprache, entsättigte Farben. Und schon hat man ihn wieder, diesen ganz speziellen Look.

Was jedem Fotograf ziemlich schnell auffällt, ist das Bokeh. In der Hamburger Innenstadt habe ich eine der ersten Weihnachtsdekorationen fotografiert. Der Hintergrund ist wunderbar verträumt, wenig bis gar nicht unruhig. Noch spannender ist die Unschärfe im Vordergrund: Gerade in Nahaufnahmen gibt es diesen schönen Swirleffekt, der nicht zu aufdringlich ausfällt. Und ganz bewusst kann man diesen immer wieder einsetzen, etwa beim Fotografieren aus der Bodentiefe. Der Vordergrund, zum Beispiel Herbstlaub, bekommt diese leichten Swirl. Ich mag das sehr gerne.

Voigtländer Nokton 35mm F1.2 für Fuji X
Die Weihnachtsdeko. Gut erkennbar, die swirlige Vordergrundunschärfe.

Ich mache sehr viele Aufnahmen, die mich ähnlich begeistern. Nicht durch einen klinisch klaren Look. Nein, ich möchte es eher ein klassisches, ein analoges Erscheinungsbild nennen. Die Zeichnung an sich ist ist richtig gut. Natürlich fällt die Schärfe bei Offenblende geringer aus, am Rand schon sowieso. Aber bei Blende 2.8, okay, spätestens ab Blende 4 ist das vorbei und der Schärfegrad ist nicht mehr anzuzweifeln.

Es ist dann so, als wäre es ein anderes Objektiv. Aber seht selbst, im „Canon AE-1“ Vergleichstest habe ich die Blenden F1.2 und F5.6 direkt gegenübergestellt. Mit Blick auf das Canon Logo ist klar, wie „weich“ die F1.2 nun sind, aber wie klar das Bild bei F5.6 erscheint. Und immer noch ein schönes Bokeh zeichnet (der Schrank ist etwa 80cm hinter der Kamera).

Voigtländer Nokton 35mm F1.2 bei F1.2 (links) und F5.6 (rechts)

Eigentlich könnte ich mit meinem Eindruck nun schon fertig sein. Ein super kleines kompaktes Objektiv, das perfekt an meine X-Pro3 passt. Dem ich offenblendig eine ganz eigene Magie unterstelle und ein tolles Bokeh attestiere. Spätestens ab Blende 5.6 eine überragende Schärfe bietet und damit super universell daher kommt.

Der Vergleich zum Fuji XF 35mm F1.4

Aber vor einem Fazit möchte es noch kurz mit meinem Fuji XF 35mm F1.4 vergleichen. Vom Gewicht her sind sie identisch. Voigtländer mit 196 Gramm, das Fuji mit 187 Gramm, wer bitteschön kann schon sieben Gramm Gewichtsunterschied erkennen?

Voigtländer Nokton 35mm F1.2 für Fuji X
Links das Fuji XF35mm – rechts das Voigtländer Nokton 35mm F1.2 – etwas unfairer Vergleich, denn beim Voigti ist die Mini Gegenlichtblende schon drauf …

Das Fuji ist etwas größer und breiter. Aber Ihr wisst, es hat einen Autofokus, wenn auch nicht den Schnellsten. Dafür gibt es ja das neue Fuji XF 33m F1.4 – aber das ist wiederum deutlich größer. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie sich die einzelnen Objektive voneinander differenzieren lassen. Und das gilt auch für das Nokton Voigtländer 35mm F1.2 gegenüber dem Fuji XF 35mm F1.4.

Voigtländer Nokton 35mm F1.2 bei F1.4 (links) und Fuji XF 35mm F1.4 bei F1.4 (rechts). Es fällt auf, dass der Bildwinkel unterschiedlich ist (beide Aufnahmen ohne Objektivkorrekturen in Lightroom).

Was zuerst auffällt – und das kann ich mir nicht erklären – ist folgendes: Das Voigtländer ist etwas weitwinkliger als das Fuji. 35mm sind nicht gleich 35mm, das kann ich ja nachvollziehen.

Die Herstellerangaben indes sprechen eine andere Sprache: Das Voigtländer soll einen Bildwinkel von 44,0° haben, das Fuji einen von 44,2°. Damit dürfte der Unterschied eigentlich kaum zu sehen sein (im Gegensatz zu den 43,0° des 7Artisans 35mm F0.95, das ich zu Anfang des Jahres getestet habe). Und wenn es einen sichtbaren Unterschied gäbe, dann müsste doch eigentlich das Fuji etwas weitwinklinger sein und nicht das Voigtländer, oder?

(Wenn das einer von Euch Lesern weiß, dann schreibt mir und ich ergänze die Antwort)

Was noch auffällt, ist die kontrastreichere Blende F1.4 beim Fuji. Das war schon zu ahnen, nach alldem was wir bisher über das Objektiv gelernt haben. Ich wollte aber noch wissen, wie dieser Vergleich bei F5.6 ausfällt. Seht unten selbst: Ich finde, dass das Voigtländer bei Blende F5.6 schon aufgeholt hat. Vielleicht sogar überholt. Das ist dann letztendlich Geschmacksache oder Pixelpeeping. Wie Du magst.

Voigtländer Nokton 35mm F1.2 bei F5.6 (links) und Fuji XF 35mm F1.4 bei F5.6 (rechts)

Im subjekiven Vergleich würde ich zum Fuji greifen, wenn ich eher auf die klinische reine Darstellung aus wäre. Das mag sich überraschend anhören, schließlich genießt dieses Objektiv den Ruf des ganz eigenen Charakters, der eben „anders“ sein soll.

Im Vergleich zum Voigtländer möchte ich das dennoch so stehen lassen. Das Fuji steht für die saubere Schärfe, das Voigtländer für die kreative Schärfe. Würdest Du da mitgehen?

Und die Blendensterne?

Bleiben abschließend noch die Blendensterne. Ein weiterer Grund, warum ich so scharf auf das Voigtländer war. Auch Blendensterne sind Geschmacksache. Der Eine liebt sie, der Andere hasst sie. Ich habe sie immer wieder gerne im Bild, vor allem dann, wenn sie nur Beiwerk sind, wenn sie filigran erscheinen.

Voigtländer Nokton 35mm F1.2 bei F2.8
(links) und F11 (rechts)

Und genau das sind sie ab Blende F2.8. Wir erinnern uns, etwa dort, wo das Voigtländer zur Performance aufläuft, wenn es um Schärfe und Detailreichtum geht. Wenn wir es nicht mehr einsetzen, um die schönsten Bokehs zu zaubern. Diese zarten Blendensterne sind unglaublich toll, weil sie so unauffällig, so bescheiden sind.

Voigtländer Nokton 35mm F1.2 bei F2.8 (links) und F16 (rechts). Rathausschleuse in Hamburg.

Demgegenüber sind sie mir im Beispiel der Hamburger Rathausschleuse bei Blende F16 schon zu stark ausgeprägt. Hier dominieren die Blendensterne die Szenerie zu heftig. Und das ist auch schon die geschlossenste Blende des Voigtländers, dementsprechend müssen wir hier mit Beugungsunschärfe rechnen.

Ich wollte es noch etwas genauer wissen und bin nochmal extra an den Hamburger Hafen gefahren. Dort sollte man doch wohl Blendensterne erzwingen können, oder? Leider war der Himmel grau und grau und nochmal grau. So sind die Aufnahmen nicht so stimmungsvoll geworden, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Voigtländer Nokton 35mm F1.2 bei F11 (links) und F16 (rechts). Der Blendenstern ist eigentlich fast identisch.

Ich habe die Hafenkräne einmal bei allen Blendeneinstellungen abgelichtet. Ab Blende 2.8 lassen sich auch hier wieder sehr schöne Blendensterne erkennen, ab Blende 11 etwa würde ich sie als fast ganz ausgeprägt bezeichnen. Bis Blende 16 gibt es nur einen minimalen Zuwachs. Daher würde ich dieses Objektiv gar nicht über Blende 11 hinaus benutzen, die Blendensterne sind da schon richtig schön. Und ganz typisch Voigtländer.

Fazit zum Voigtländer Nokton 35mm für Fuji

Wer bis hier hin durchgehalten hat, der kann sich schon denken, dass ich dieses Objektiv wirklich ins Herz geschlossen habe. Nein, es soll meine bestehenden 35er nicht ersetzen. Es ist ein ganz neuer Typ Objektiv, der richtig nah an die Analogfotografie heranreicht.

Voigtländer Nokton 35mm F1.2 für Fuji X
Mal nur am Rande erwähnt: Mit F1.2 macht es auch noch Spaß, wenn es schon dunkel ist. Hier Street Art in der Hamburger Hein-Hoyer-Straße.

Das fängt beim Gefühl an. Du wirst Dich unmittelbar an die Benutzung von Messsucherkameras erinnert fühlen. Die manuelle Bedienung fügt sich perfekt in die Usability der Fuji X Kameras ein. Das Objektiv selbst ist unglaublich kompakt und wie gemacht für die X-Pro Serie von Fuji.

Die Offenblende von F1.2 bietet kreativen Spaß ohne Ende. Und gleichzeitig eine Softness, die man mögen und auf die man sich einlassen muss. Aber die dann ihresgleichen sucht. Mit nur leicht geschlossener Blende verwandelt sich das Nokton in ein Performance Glas mit den so typischen Voigtländer Blendensternen.

Und damit ist dieses Objektiv ein echtes Unikat im bisherigen Fuji X Lineup und wird seine Liebhaber finden. Insofern könnte man auch das durchaus ambitionierte Pricing von 649 Euro belegen.

Ich persönlich fühle mich fotografisch mit 23mm oder 18mm Brennweite (auf APS-C) viel wohler, weil ich viel lieber weitwinklig fotografiere. Ich würde wirklich einiges dafür geben, wenn es eine solche Optik in diesem Bereich geben würde.

Liebes Voigtländer / UIG Team: Vielleicht denkt Ihr mal über ein Ultron mit 18mm Brennweite für das Fuji X System nach? — Bis dahin habt Ihr meinen herzlichen Dank für diese Leihgabe. Das Warten hat sich gelohnt, endlich gibt es ein natives Voigtländer Objektiv für das Fuji X System!

Links

Beispielbilder Voigtländer Nokton 35mm F1.2 mit der Fuji X-Pro3

Im Folgenden findet Ihr eine Mischung aus Street Fotografie, Hamburger Stadtansichten, ein Besuch des „Doms“ auf dem Heiligengeistfeld und etwas Herbstfotografie. In der Regel mit der Offenblende F1.2, hin und wieder aber auch abgeblendet. Bearbeitet in Lightroom.

Ich finde man sieht, dass das Voigtländer Nokton 35mm F1.2 mit einem ganz eigenen Look um die Ecke kommt. Aber seht selbst …

11 Gedanken zu „Endlich ein Voigtländer! Das Nokton 35mm F1.2 für Fuji X“

  1. Wunderschöne Bilder und Bericht! Hat mir große Freude gemacht, alles zu lesen und anzugucken. Mein Problem mit dem Objektiv ist einfach der Preis. Dafür kriege ich das Fuji 35 1.4 und habe sogar noch was übrig. Wenn ich ein Objektiv mit „Charakter“ haben will, kann ich mir lieber ein TTArtisans, Zonlai oder 7Artisans Objektiv kaufen und da noch einen Tiffen Pro Mist oder Cinebloom raufschrauben und habe dann immernoch 500€ übrig. Geiles Objektiv, aber nicht für den Preis. Ich werde am Ende bestimmt eh schwach und kaufe es trotzdem.

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    • Lieber Hans, ganz vielen Dank für Deinen Kommentar. Der Preis ist in der Tat ein Thema, aber ich finde, dass man wirklich schwach werden kann. Mir hat es einfach extrem viel Spaß gemacht. Sag gerne Bescheid, wenn Du es selbst dann doch gekauft haben solltest! Viele Grüße, Florian

  2. Mir hat der Bericht richtig gut gefallen. Sehr schöne Bilder auch. Ich habe ihn immer wieder gelesen und die Bilder immer wieder angeschaut. Und mich daraufhin entschieden, das Voigtlaender zu kaufen. Ich habe es jetzt eine Woche und ich kann Dir in allen Punkten recht geben. Danke für Deinen Bericht!
    Weißt Du schon, ob es weitere Objektive für Fuji geben wird?
    Mit den besten Grüßen aus München. Werner

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    • Hallo Werner. Vielen Dank für Deine Rückmeldung, das ist immer schön zu hören, dass mein Urteil so weiterhilft!
      Leider weiss ich nicht, ob Voigtländer noch ein Objektiv nachlegen wird. Ich würde mir ja sehr ein Voigtländer Ultron 18mm F2 für Fuji X wünschen, also ein Pendant zum 28er Ultron für Leica VM. Aber bislang gibt es auch diesbezüglich nichts aus der immer gut informierten Gerüchteküche von Fujirumors.
      Viele Grüße, Florian

  3. Danke für Nennung und den Link zu unserem „What’s the Story“-Podcast, Florian. Das hat mich wirklich sehr gefreut. Eigentlich sprechen wir recht wenig über Kameras und Objektive. Aber in diesem Fall war es mir wirklich ein Anliegen. Es war ein richtiger Wow-Moment mit diesem Setup. Selten war ich beim Fotografieren so sehr im Moment. Für Jobs nehme ich dieses Setup für die „Perlen“ und besonderen Augenblicke. Und viele Kunden feiern das. Liebs.

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    • Sehr gerne, David. Ich erinnere mich noch gut, wie ich die Folge gehört habe und Du über die Kombination gesprochen hast. Ich hatte das Voigtländer 35mm F1.2 auch gerade erst ein paar Tage genutzt und konnte mit Deinem Urteil total mitgehen. Ich habe ja im Beitrag ausführlich dazu geschrieben, man muss es mögen – vielleicht kann das nicht jede:r nachvollziehen. Aber genau deswegen hatte mich die Deine Passage in Eurem Podcast so „abgeholt“. Freue mich schon auf die kommenden Folgen – mit oder ohne Technik. Viele Grüße, Florian

  4. Toller Artikel und wirklich schöne Bilder 🙂
    Hast du auch vor dir das neue 23er von Voigtländer für den X Mount anzuschauen?
    Beste Grüße

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  5. Ein sehr toller Beitrag, echt kurzweilig zu lesen. Da bekommt man lust das Objektiv selbst zu testen. Da mir aber die 35mm KB äquivalent mehr „liegen“ bin ich schon sehr gespannt auf das 23er.

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    • Hallo Jakob, ganz herzlichen Dank. Mit geht es wie Dir, das 23er liegt mir auch mehr. Ich bin auch sehr gespannt darauf! Wenn ich es in die Hände bekomme, dann werde ich es auch testen! Beste Grüße, Florian

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