#Sommer22: Ein fotografischer Rückblick

Der beste Sommer aller Zeiten liegt hinter uns. So erscheint es zumindest ganz subjektiv, war doch gefühlt von Mitte Mai bis Anfang September nur Sommer, Sonne und Eiscreme am Start. Fragt man die Wetterdatenbanken, so war 2022 tatsächlich auch der Sommer mit den meisten Sonnenstunden, seit Aufzeichnungsbeginn eben jener Wetterdaten. Ausreichend Gelegenheiten, um die Kamera in die Hand zu nehmen und nach draußen zu rennen. Das habe ich natürlich auch ausgiebig gemacht, mit den verschiedensten Kameras (Fuji X100V, Fuji X-Pro 3, Leica M262, Leica M10, Minolta CLE u.a.).

(ja – und natürlich kann man diese Zeilen nicht schreiben, ohne die Kehrseite zu sehen. Logisch, es war viel zu heiß und viel zu trocken).

Der Festival- und Musiksommer 2022

Neben dem perfekten Lineup ist gutes Wetter der beste Nährboden für tolle Festivals. Wetter war prima, das haben wir schon geklärt. Aber selten habe ich auch so vielseitige Acts gesehen. Electro, Swing, Pop, House, Jazz, Deutsch-Rock, Indie – alle Stile waren zugegen. Elbjazz und Dockville als zwei große Vertreter mit bundesweiter Aufmerksamkeit auf der einen Seite, das kleinere Jubiläumsfestival des Hamburger Labels Grand Hotel van Cleef auf der anderen Seite.

Die Mitnahme von Kameras ist ja immer so eine Sache, aber gerade das Dockville (mit immerhin 60.000 Besucher:innen) war in den letzten Jahren eine willkommene Ausnahme unter den großen Festivals: Kamera dabei? Herzlich Willkommen! Und wenn nicht, dann musste eben das Smartphone herhalten, so wie beim Tocotronic Konzert im Stadtpark. Ist ja vielleicht auch schlauer einfach mal ohne Kamera mitten in der Crowd zu sein!

Hamburg-Fotografie

Rausgehen und das gute Wetter zu nutzen ist natürlich auch immer eine schöne Gelegenheit, etwas – ich nenne es einmal – Hamburg-Fotografie zu betreiben. In den letzten Jahren habe ich das sehr ausführlich gemacht und nachdem ich gefühlt alle wichtigen Fotospots mehrmals abgeklappert habe, fällt es mir immer schwerer, neue und spannende Ansichten zu finden. Oder aber eben bekannte Spots mal bei anderem Licht oder mit einer anderen Kamera zu fotografieren.

Eine (zeitlose) Zusammenstellung von inzwischen über 120 Hamburger Fotospots findest Du übrigens hier. Wenn Du darüber hinaus Tipps und Anregungen für neue Locations hast, dann schreib mir gerne!

Was noch so diesen Sommer war…

Und natürlich hat der Sommer fotografisch noch viel mehr außer Festivals und Hamburg hergegeben. Ganz am Anfang, noch im Frühsommer, durfte ich für einen Artikel in einer Musikzeitung die Italo-Schlager-Band Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys fotografieren, im Interview als auch auf den Konzerten im Mojo Club und dem OMR Festival. Das war mit der Leica M262 aufgrund der Lichtverhältnisse eine echte Herausforderung (dazu aber später in einem eigenen Bericht). Ende Mai war ich in Zingst beim Horizonte Festival und beim Schwarz-Weiss Seminar der Leica Akademie (Bericht hier), am letzten Sommerwochenende Anfang September auf der Berlin Photo Week (Bericht hier).

Technik-Reviews haben diesen Sommer eine Pause gemacht, mit einer kleinen Ausnahme. Ich konnte auf dem Hamburger Fototörn das Tamron 70-300 an der Fuji X-Pro 3 ausprobieren (Bericht hier). Die Sommerzeit habe ich auch zum Lesen von fotografischer Literatur genutzt und auch darüber geschrieben (Bericht hier). Mit Rainer habe ich am heißesten Tag des Jahres einen Fotowalk gemacht und mit seiner Minolta Autocord auf Mittelformat fotografiert (Bericht hier). Festgehalten habe ich auch die Parade zum Christopher Street Day (Bericht hier). Und noch ganz lesefrisch ist der Artikel zu den Silbersalz35 Filmen, die auf gerade zu bemerkenswerte Weise wieder auftauchten, nachdem sie schon verloren waren (Bericht hier).

Nicht nur was den Sonnenschein angeht – auch fotografisch war 2022 ein richtig guter Sommer, wie ich finde. Und wer weiß, wenn Euch das Format gefällt, vielleicht mache ich in ein paar Monaten auch einen Herbst- oder einen Winterrückblick.

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